Schon kleinere Verkalkungsherde am Schultersehnenansatz des Oberarmknochens führen zu schmerzbedingten Störungen der Schulterbeweglichkeit, zu Ruhe- und Lagerungsschmerzen, auch nachts. Bei anhaltendem Verlauf können auch örtliche Schleimbeutelentzündungen hinzukommen.

Die Indikation zur ESWT ergibt sich bei chronischem Verlauf, wenn wochen- bis monatelange bewährte Therapien keine bleibende Schmerzfreiheit bewirkt haben. Unter sportmedizinischen Aspekten ist eine frühzeitigere ESWT vor etwaigen Spritzen und Medikamentengaben allerdings ebenfalls indiziert. Ggf. unter örtlicher Betäubung mittels Anästhesie-Gel oder –Pflaster erfolgt in vier- bis siebentägigem Zeitabstand eine dreimalige fokussierte Stosswellentherapie à 20 – 30 Minuten. Den Erfolg der Therapie (die Schmerzfreiheit, nicht vorrangig die Elimination der Verkalkung) ermitteln Arzt und Patient anhand subjektiver Bewertung, klinischem Befund und sonografischer Kontrolle drei Monate nach 1. ESWT-Sitzung; Röntgen- oder Kernspintomographien zur Verlaufskontrolle sind nicht unbedingt angebracht. Nach allgemeiner Erfahrung gelten dann ca. 75% der Betroffenen als geheilt. Fortgesetzte Überlastungen innerhalb dieses Zeitraums können das Resultat verschlechtern.