Mit oder auch ohne knöchernen Fersensporn sorgt diese Fußsohlensehnenentzündung unter der Ferse für heftige Belastungsschmerzen, zumeist morgens oder bei längerem Gehen.

Die Indikation zur ESWT ergibt sich bei chronischem Verlauf, wenn wochen- bis monatelange bewährte Standardtherapien keine bleibende Schmerzfreiheit bewirkt haben. Unter sportmedizinischen Aspekten ist eine frühzeitigere ESWT vor etwaigen Spritzen und Medikamentengaben allerdings ebenfalls indiziert. Es erfolgt, je nach Einzelfall, in vier- bis siebentägigem Zeitabstand eine dreimalige fokussierte oder eine fünfmalige radiale Stosswellentherapie à 20 – 30 Minuten. Den Erfolg der Therapie (die Schmerzfreiheit, nicht eine Fersenspornzerstörung) ermitteln Arzt und Patient anhand subjektiver Bewertung, klinischem Befund und sonografischer Kontrolle drei Monate nach 1. ESWT-Sitzung; nach allgemeiner Erfahrung gelten dann ca. 90% der Betroffenen als geheilt. Fortgesetzte Überlastungen innerhalb dieses Zeitraums können das Resultat verschlechtern.