Extrakorporale Stosswellentherapie (ESWT)

Das technische Prinzip:

Vom Prinzip der urologischen Nierensteinzertrümmerung abgeleitet, hat die ESWT seit über fünfzehn Jahren einen festen Stellenwert in der Hand erfahrener Orthopäden und Unfallchirurgen. Sie behandeln erfolgreich definierte chronische (und auch akute) Erkrankungen und Verletzungsfolgen am Bewegungsapparat. Die Wirkung dieser apparatetechnisch gebündelten („fokussierten“) akustischen Schallwellen im menschlichen Körper ist etwa vergleichbar mit Sonnenstrahlen, die im Brennglas auf einen Brennpunkt („Fokus“) gebündelt werden: Sie werden mechanisch wirksam – bei der ESWT laut zu hören und deutlich zu spüren. Aber Muskel, Sehnen und Knochen sind keine Nierensteine und nehmen deshalb auch keinen Schaden. Es erfolgt vielmehr eine Geweberegeneration. Dadurch heilen gebrochene Knochen, erfahren gestresste Sehnen eine bessere Durchblutung und werden Muskel- und Sehnenverkalkungen auf Dauer abgebaut.

 

Unsere Therapiegeräte:

Wir arbeiten mit den besten auf dem Markt erhältlichen Stosswellentherapiegeräten:

Im Krankenhaus Friederikenstift in Hannover mit einem Großgerät:

STORZ Modulith SLK®

Im Klinikum Salzgitter mit einem Großgerät:

SIEMENS Modularis Variostar®

In Dr. Bätjes Praxis in Hannover mit einem Praxisgerät:

STORZ Duolith Ultra®

In Dr. Örüs Praxis in Braun-
schweig mit einem Praxisgerät:

WOLF PiezoWave 2®

 

 

Wir können dank unterschiedlicher Geräteeigenschaften und –vorzüge  allen gängigen Indikationen jederzeit gerecht werden, indem wir fokussiert oder unfokussiert, niedrig-, mittel- oder hochenergetisch und mit oder ohne simultane Röntgenortung plus Computernavigation arbeiten – und zwar entweder in einer unserer Praxen oder Kliniken.

 

Die Therapiekosten:

Gesetzlich Krankenversicherten werden die Behandlungskosten quasi niemals erstattet, weil die Krankenkassen die ESWT als „Neue Untersuchungs- und Behandlungsmethoden“ bezeichnen,  „deren diagnostischer und therapeutischer Nutzen sowie deren medizinische Notwendigkeit und Wirtschaftlichkeit nicht anerkannt sind.“ – Honorarkostenvoranschläge laufen zuallermeist ins Leere.

Privat Krankenversicherte haben einen Anspruch auf Honorarkostenerstattung durch Private Krankenversicherungen und Beihilfestellen bei der Behandlung chronischer Fersensporne, Kalkschultern und bei Pseudarthrosen.

Bei Bundeswehrangehörigen werden die Behandlungen nach vorheriger Kostenzusage durch den Truppenarzt von der Wehrbereichsverwaltung übernommen.

Arbeitsunfallverletzten (BG-Fälle) ermöglichen die Berufsgenossenschaften die ESWT bei Verletzungsfolgen, wenn der Durchgangsarzt (D-Arzt) diese Therapie empfiehlt und unsererseits ein Kostenübernahmeantrag gestellt wird.

Unfallopfern, die Ansprüche z.B. gegen gegnerische KFZ-Haftpflichtversicherungen haben, können die ärztlichen Honorare nach Vermittlung durch einen Rehabilitationsdienst erstattet werden.

 

Häufig gestellte Fragen

  • Was zerstört die Stosswelle? Gar nichts – im orthopädischen Bereich. Hier machen wir uns lediglich die regenerativ wirkenden Stosswelleneffekte in Sehnen, Muskeln oder Knochen zunutze. „Zertrümmert“ werden allerdings Nieren- oder Speicheldrüsensteine, aber diese Phänomene sind bei den von uns behandelten orthopädischen Krankheitsbildern ja nicht existent.
  • Tut das weh? Klares JEIN. Natürlich spürt man jede einzelne Stosswelle. Aber in der Hand erfahrener Ärzte muss das nicht schmerzhaft sein. Wenn erforderlich, machen wir eine örtliche Betäubung, und in sehr seltenen Fällen (bei Knochenbehandlungen) auch eine Vollnarkose. Aber in 95% aller Fälle ist die ESWT gut verträglich.
  • Welche Nebenwirkungen? Nur geringfügige. An der Haut kann es zu vorübergehenden Rötungen und sehr selten zu harmlosen oberflächlichen Blutungen kommen. Alle Missempfindungen, die während der ESWT auftreten, sind nach der letzten Stosswelle verschwunden.
  • Irgendwelche Risiken? In der Nachbarschaft empfindlicher Strukturen (Rückenmark, Lungengewebe, Sinnesorgane) ist allerhöchste Vorsicht geboten. Bei Knochenbruchbehandlungen erfordert es sekundenlange Röntgendurchleuchtungen – das bedingt eine gewisse Röntgenstrahlenbelastung. Ansonsten beachten wir selbstverständlich die gebotenen Kontraindikationen.
  • Teuer? Wie man’s nimmt.  Auf jeden Fall preiswerter als eine operative Behandlung. Den Privatpatienten werden die Therapien bei einigen Diagnosen voll erstattet. Den Arbeitsunfall-Verletzten ebenfalls. Den Kassenpatienten nie, leider. Ihnen berechnen wir die ESWT nach der „Gebührenordung für Ärzte“, und so kostet eine komplette Fersensporn- oder Kalkschulterbehandlung ca. 650 € und eine aufwändige Pseudarthrosen-ESWT im Krankenhaus ca. 1050 €.